Baggerwette 7.0|Festival lockt die Massen

Alle zwei Jahre Dröhnen die Bässe, regiert die gute Laune zur Baggerwette in Halenhorst im Landkreis Oldenburg/Niedersachsen. Mitte des Juli 2017 war es wieder soweit. Mit Festival-Charakter ging die
Baggerwette diesmal sogar über drei Tage. Ein tolles Erlebnis mit den Bands wie den Rubber Chukks, De Blanke Bössels aus Oldenzaal in den Niederlanden, de Lokalmatadoren Döhler Dorfrocker und den House Destroyern aber auch DJs und der YOLO Disco Show. Ein Veranstaltungsmuss besonders für Landjugenden aus der Oldenburger Weser-Ems-Region.

 

 

Das bedeutete drei Tage Vollgas nicht nur für die mit Sack und Pack angereisten Festival-Besucher, sondern auch für die Dorfgemeinschaft Halenhorst.
Dort, wo sonst eher ruhigere Veranstaltungen ihren passenden Rahmen um und im Dorfgemeinschaftshaus finden, tobte von Freitag bis Sonntag das Festival-Leben. Ganz so wie in Scheeßel oder anderen Open-Air-Veranstaltungen, nur etwas überschaubar nach dem Motto „Man kennt sich irgendwie“.
Dabei wagte das Baggerwetten-Team mit seinen rund 100 Helferinnen und Helfern den Schritt zum dritten Festivaltag. Nach dem ersten Baggerwettenfestival-Charakter in 2015, war das nur die logische Schlussfolgerung. Drei Tage mit mehr Veranstaltungen, mehr Spaß, mehr Fete und auch mehr Besuchern.
Schon am Freitag füllte sich der Zeltplatz gleich neben dem Festivalgelände zum Einlass ab 15 Uhr zusehends. „Es mögen so an die 800 Besucher und Besucherinnen gewesen sein, die schon am Nachmittag ihre Zelte aufbauten“, so Christian Wilke vom Orga-Team, der zusammen mit Melanie Fichna am Sonntagmittag eine erste kurze Bilanz zog.

Ausgelassene Stimmung gab es auch auf dem Zeltplatz.

„De Blanke Bössels“ aus Oldenzaa.

„Der Zeltplatz war nahezu ausgebucht“, so Wilke und „das ,Beerpong-Turnier“ mit 64 Teams mit jeweils zwei Mitspielern, sorgte für eine klasse Abwechslung“, ergänzte Melanie Fichna. Ganz nebenbei: Sieger wurden „Die Wilden“ von der Landjugend Nikolausdorf.
Auch der später ausgetragene DJ Contest mit vier gemeldeten Teams, die auflegen durften, brachten nicht nur eine Menge Power auf die Ohren, sondern auch einen Sieger. Ermittelt wurde das Jägermeister-Duo mit Jannis Tegler und Felix Petermann. Per Schallmessung und Wertung durch die Baggerwette-Jury.
Der zweite Tag: Das gute Wetter bis in den späten Sonnabendabend sorgte für ein volles Festivalgelände. Einstimmung mit Party-Mucke von DJ Torsten Rüther und DJ Wolfgang Poppe brachte Tanzstimmung. Auch die Hamburger Formation Rubber Chukks bot knallharten Rock. Ein Live-Band, die den Rockabilly Way of Live transportiert. „Es hätten etwas mehr Zuhörer vom Zeltplatz dazu kommen können“, so Wilke.
Abwechslung gab es nämlich auf dem Zeltplatzgelände genügend. So die Rundfahrten im Shuttle mit „De Blanke Bössels“ aus Oldendzaal. Der Blasmusikhit in Form einer Machringband, die auch am Sonntag für Stimmung auf der Bühne sorgte.

 

Mit der Yolo Disco Show mit DJ Paddy und den House Destroyer ging es mit Einburch der Dunkelheit aber auch vor der Bühne richtig ab. Mit Konfetti- und Papierschnipsel-Regen am laufenden Band, herausgepustet mit CO2-Kanonen. Ein Mega Spaß für die Tanzenden.
Gut 2500 Fetenbesucher tummelten sich nach Schätzungen von Wilke und Fichna auf dem Gelände. „Auf jeden Fall mehr als vor zwei Jahren. Da waren rund 1800 Gäste da.

 

Der Sonntag litt dann etwas unter Nieselregen und recht kühlen Temperaturen. Für die Lokalmatadoren „Döhler Dorfocker“ aber der ideale Nährboden für eine heiße rockende Stimmung, die die Band „von gleich um die Ecke aus Döhlen“ nutzte.
Kurzum um, das Ziel mit der Dreitagesveranstaltung mehr Leute zu erreichen wurde erreicht. „Ob wir dann auch finanziell über die Runden kommen, das muss der Kassensturz zeigen“, meinte Christian Wilke etwas skeptisch. Melanie Fichna war da optimistischer: „In zwei Jahren sollten wir auf jeden Fall wieder die Baggerwette hier ausrichten. In welcher Form auch immer.“ Man wird sehen und hören.

 


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