Dötlingen: A lovely place to move

Dass mit dem Wetter müssen die Dötlinger noch in den Griff bekommen: Strömender Regen beim Besuch der Bewertungskom- mission im Bundesfinale „Unser Dorf hat Zukunft“ in 2010 – Wolkenbrüche in 2012 beim vierstündigen Rundgang der Jury in der europäischen Entscheidung Entente Florale Europe 2012. Doch wenn das Regenwetter wie 2010 als Glücksbote zu verstehen ist, das Geest-Dorf erhielt für seine Vorstellung die Goldmedaille auf Bundesebene, dann müsste auch diesmal das begehrte Edelmetall als Lohn für die wochenlangen Vorbereitungen herauskommen.

 

Was ist Entene Florale Europe? Der europäische Wettbewerb Entente Florale wird jährlich veranstaltet und entstand 1977 aus einer britisch-französischen Initiative. Aus dem ursprünglichen Blumenwettbewerb entstand ein Wettstreit mit vielseitigen Anforderungen. Heute steht zwar immer noch das Grün in mehrfacher Hinsicht im Mittelpunkt, aber auch andere Gesichtspunkte wie Nachhaltigkeit, Gemeinschaft, Wirtschaft, Umweltschutz und Naturpflege sowie demografische Eckdaten fließen mit ein.

 

Am Samstag, 14. Juli 2012, erreichte die Delegation mit Vertretern aus elf europäischen Ländern von den Niederlanden (Venlo) kommend das Dorf Dötlingen im Landkreis Oldenburg/Niedersachsen/Deutschland. Unter der Leitung von Inka Truxona aus der Tschechischen Republik sowie zehn weiteren Vertretern aus Belgien, Kroatien, England,

Niederlande, Österreich, Italien, Ungarn, Irland und Slowenien, der deutsche Teilnehmer Dr. Rüdiger Kirsten hatte kein Stimmrecht, absolvierten die Gäste ein vierstündiges Besuchsprogramm.

 

 

Berichtet wurde von den Dorf- und Gartenbauvertretern neben der Vorstellung des Grüns auch über verschiedene Projekte wie Schulgarten, einem Jugendhaus und einer Jugendarbeit, die gemeinsam durch Kirche und Gemeinde getragen werden, über Schulprojekten der Grundschule bis hin zur Fotovoltaik-Technik, einer Sporthalle, die ins Erdreich eingelassen wurde und auch sozialen Einrichungen wie der NORLE, die im denkmalgeschützen Lopshof Arbeit für Menschen mit Handycaps leistet.

In einem Rundgang standen sowohl permanente Anpflanzungen wie im öffentlichen Bauern- und Dorfgarten, ein von den Landfrauen angelegtes Beet aber auch Privatgärten im Mittelpunkt. Dazu punktete die natürliche Schönheit des Geestortes mit altem Baumbestand, dem Urstromtal der Hunte, aber auch die alte Bausubstanz mit Reethäusern und eingebetteten Neubaugebieten.

 

In einer abschließenden Besprechung erklärte Inka Truxova am Abend, dass alle Kriterien erfüllt worden seien. Die angemerkte Kritik war eher ein Ratschlag, der auch an andere mitmachende Dörfer gerichtet werden könnte. Gut wäre es gewesen, einige Auflistungen der örtlichen Gegebenheitenn an die Jury  zu übereichen am besten noch mit einem Plan. Vorgeschlagen wurde auch die öffentlichen Anpflanzungen mit Listen der vorkommenden Stauden und Beetpflanzen kenntlich zu machen.  Die Jury-Leiterin sparte insgesamt aber nicht mit Lob und sagte, dass sich die Kommission nach dem Besuch immer frage, ob sie vor Ort auch leben könnte. „Ich kann mir sehr wohl vorstellen, wieder nach Dötlingen zu kommen…….“

 

Auch während des abendlichen abschließenden Dorffestes für alle Beteiligten, Jury  und Einwohner bekräftigte Inka Truxova ihre Aussage noch einmal. Gleichzeitig überreichte sie eine Gold-Plakette mit der Aufschrift Entente Florale Europe an Eckehard Hautau, der das Organisationsteam leitete. Es sei aber noch nicht die Goldmedaille, die es am 14. September in Venlo in den Niederlanden bei der offiziellen Prämierung geben werde. Und es sei auch noch offen, ob es Gold, Silber oder Bronze für Dötlingen werde, so die Delegationsleiterin.

 

 

 

 

NWZ vom 16. Juli 2012 Oldenburg-Land

NWZ vom 16. Juli 2012 Landkreis Oldenburg

Wildeshauser Zeitung vom 16. Juli 2012

 

 

NWZ vom 17. Juli 2012 Landkreis Oldenburg

Pressemitteilung von Entente Florale Europe vom 17. Juli 2012

 


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