„Durchbrüche“ in der Galerie Am Stall

„Durchbrüche“ erinnern an das Ruhrgebiet. Die Heimat von Siegbert Altmiks aus Essen.

Frank L Giesen im Gesprach mit dem Künstler und vielen Kunstinteressierten.

Über das große Interesse von Kunstinteressierten an der Ausstellung „Durchbrüche“ in der Galerie am  Stall in Hude freuen sich  Galerist Frank L. Giesen und Künstler Siegbert Altmiks aus Essen. „Mit der Vernissage von Arbeiten von Siegbert Altmiks feiern wir nicht nur die 50. Ausstellung, sondern können auch auf das Zehnjährige anstoßen, dass im Juni größer begangen werden soll“, eröffnete Giesen.

„Ich bin im Ruhrgebiet geboren, nie wirklich weggegangen und werde dort wohl auch sterben“, beschrieb Künstler Siegbert Altmiks eingangs.  Das präge auch die Arbeit eines Kunstschaffenden. Der Essener erinnerte an den intensiven Bergbau. „Das Ruhrgebiet ist schon 21 Meter abgesunken. Das inspiriert.“ Mit diesen Worten deutete er auf seine steinernen skulpturalen Objekte hin, die optische Leichtigkeit und Schwerelosigkeit darstellen. Wie ein löchriger Käse, gestaltetet sich der Untergrund im Ruhrgebiet. Leere und doch wieder gefüllte Hohlräume seien vorhanden. Im übertragenen Sinne und Ausdruck findet sich das in den Skulpturen wieder. Das mineralische Ausgangsmaterial rückt dabei fast in den Hintergrund. Durch die Steinbearbeitung entstehen die Hohlräume, Gänge, ein Labyrinth, aber auch Durchblick von oben nach unten. „Durchbrüche“ als dicht gefüllte leere Räume, wie Altmiks erklärte und später auch die Arbeitsweise bis zum Entstehen der Objekte auf Nachfrage beschrieb.

Daneben hatte der Essener Künstler auch eine neue Werkgruppe plastischer Objekte mit in die Galerie gebracht. Die Abfallstoffe aus dem Produktionsverfahren und Verbrennungsprozessen wie Gips, Steinmehl oder Asche hat Altmiks zu einem aus seiner Sicht wichtigen und einzigartigen neuen Werkstoff gemacht. Ausdruck dessen sind die plastischen Objekte, die an den Wänden zu sehen sind.

Damit beschreitet Siegbert Altmiks neue Wege, beschreibt andere Regeln und setzt sich über bislang vorhandene künstlerische Grenzen hinweg. „Aus dem Nichts die Fülle zu schaffen, das is Kreativität“, ergänzte dazu Giesen anerkennend. Denn beim Herstellen des neuen Werkstoffes, verwendet Altmiks auch Alabasterstaub wegen der Ähnlichkeit zum Mineral Gips als Zutat. Das wird durch Bohrungen aus dem Alabaster gewonnen. Was zurückbleibt ist für den Künstler ein weiterer neuer Kunstansatz, denn wieder werden „Durchbrüche“ in ganz anderer Art und Weise geschaffen…


<

Hier können Sie einen Kommentar schreiben