Ey geil! Panikrocker Udo singt in Bronze

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In Lebensgröße und in Bronze gegossen steht Panikrocker Udo Lindenburg schon seit fünf Jahren bei Bernd Eylers in Hude auf dem Hof.

Ihrem Idol ein Denkmal gesetzt haben schon viele Udo Lindenberg-Fans und auch Stadtvertreter. Nan schaue nur noch Gronau, der Heimatstadt der rockenden Legende und des Panikpräsidenten Lindenberg. Auch in Travemünde ziert die Strandpromade ein metallenes Konterfei. Doch wie heißt es noch so schön? Warum in die Ferne, wenn das Gute ist so nah?

Die bekennenden Udo-Fans, Elsbeth Wiechers, Landwirtin aus Neerstedt, Marcus Maichrzak, Betriebsleiter des Müllentsorgerunternehmens Bohmann mit Sitz in Neerstedt, und der Tausendsassa, Galerist, Künstler, Freigeist, Pferdewirt- und Pferdefotograf mit Passion zum Landwirt, Bernd Eylers, aus Lintel sind sich da ganz einig: „Dem Udo, dem haben wir schon vor fünf Jahren ein Denkmal gesetzt. Das gleich in zweifacher Optik“, war sich das Trio einig.

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Stärker als die Zeit – Udo Lindenberg

Dahinter steht eine beispielslose Geschichte oder besser Pferdegeschichte. Unter diesem Vorzeichen kreuzten sich die Wege der Lindianer. Die Fotografien edler Pferde von Bernd Eylers, auch „Das Auge“ genannt, begeisterten auch die Neerstedter Landwirtin. Man lernte sich kennen. So kam auch der Handel der vierbeinigen Sportkameraden ins Spiel, bis der Stein gefunden wurde.

„Beim Ackern haben wir auf unserem Feld einen recht großen Sechs-Tonnen-Findling geborgen. Da fiel mir sofort Bernd Eylers ein, der als Künstler für seine Skulpturen und Werke immer auf der Suche nach geeignetem Material ist. Er sagte sofort zu“, erinnerte sich die Neerstedterin zurück. Den Stein wollte Eylers natürlich haben. Doch so ein Sechs-Tonnen-Ungetüm transportiert man nicht so einfach. Hier kam dann Marcus Maichrzak, über seine Tochter auch eine mit dem Pferdebazillus infizierte Zeitgenossin, ins Spiel. Maichrzak sorgte für die entsprechende Transportmöglichkeit. Der Findling kam auf dem Straßenweg zum Eylers-Anwesen in Linteln in der Gemeine Hude. Und dort ist das gute Stück noch heute zu bewundern, denn es trägt nicht nur die Büste des Panikrockers, sondern auch die Inschrift „Sänger der Deutschen Einheit“.

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Pflege für den Sänger der Deutschen Einheit Udo Lindenburg zum 70.

Mit gutem Grund fuhren Elsbeth Wiechers und Marcus Maichrzak vor Pfingsten zu Bernd Eylers. „Der Anlass ist doch ganz klar. Udo feiert am Dienstag, 17. Mai, seinen 70. Geburtstag, Da haben wir uns doch spontan an die gemeinschaftliche Aktion zurückerinnert“, meinte die Neerstedterin. „Zu solch einem Anlass muss sein Denkmal sauber und im neuen Glanz erscheinen“, meinte auch Marcus Maichrzak.

Mit Bürste, Wasser im Eimer, Schrubber und anderen Utensilien rückten die beide Udo an die Nase, Hals und Brille. Nicht zu vergessen den unvermeidlichen Hut. Bernd Eylers steuerte zu diesem Anlass die Deutschlandfahne bei. Allerdings die mit dem DDR-Symbol. „Das gehört einfach zum Sänger der Deutschen Einheit dazu“, stellte der Künstler fest.

Eylers traf den hanseatischen Rocker selber schon im Hotel Atlantic und stellte auch dessen bronzenes Abbild vor. Denn neben der Büste auf dem Findlingssockel steht gleich am Grundstückseingang auch Udo in Lebensgröße. Das ebenfalls schon seit fünf Jahren.

„Die Skulpturen sind damals von Renate DetertsAckermann aus Berne in Bronze gegossen worden“, versicherte Eylers. Bekannt ist die Bildhauerin von der Weser für ihre Bronzepferde. Doch auch den Udo Lindenberg goss sie schließlich in das Metall. Damit schließt sich über die Pferde wieder der Kreis. Auf dem Rücken der Pferde liegt eben das Glück dieser Erde, so sagte schon Moderator Hans-Heinrich Isenbarth. Im übertragenen Sinne profitiert davon nun auch unser Udo aus Hamburg, der mit seinem neuesten Album „Stärker als die Zeit“ und einer heißen Tournee mit Ende in Leipzig mehr denn je in ist.  2010 wurde er schon für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Nun gab die Bambi-Jury in der Kategorie Musik National noch einen Bambi obendrauf. Bernd Eylers: „Das ist schon fantastisch, wie Udo seinen dritten Frühling inszeniert.“


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