Gilde stellt Schaffer und König vor

Gilder-Schaffer Andreas Müller.

Da machte es der Vater dem Sohn nach: Andreas Tonn ist neuer König der Wildeshauser Schützengilde. Im Vorjahr hatte sein Sohn Lasse beim Kinderschützenfest mit der Armbrust den Vogel von der Stange geholt. Diesmal war es sein Vater, der am Hauptfesttag des Wildeshauser Gildefestes, am Dienstag nach Pfingsten, in der Sänfte zum Königsthron im Krandel getragen wurde. 

Gildegeneral Jens Kuraschinski sprach von einem würdigen Gildekönig. Er habe Nerven wie Drahtseile gezeigt und das Schießen für sich entschieden. Larks Kröger, Oliver Rosemeier, Jan Poppe und Jörg Schilling hatten dann die Aufgaben Andreas Tonn in der Sänfte zum Königsthron zu tragen, wo die offizielle Krönung vorgenommen wurde. Später beim Einmarsch in der Stadt jubelte Tonn dem Volk vom Straßenrand zu.

 

Gilde-Königspaar Stephanie und Andreas Tonn mit dem Schafferpaar Julia und Andreas Müller.

Insgesamt 25 Königsanwärter hatten sich zum Gildekönigsschießen auf den Papagoy gemeldet. Geschossen wurde in vier Gruppen. Die jeweils Besten kamen in die Finalrunde. Dietrich Kirchhoff, Andreas Tonn, Carsten Petermann und Björn Barkemeyer hatten es dann selber in der Hand. Schließlich mochte Andreas Tonn seinen Augen zunächst nicht trauen, aber den Papagoy holte der 41-jährige Vater von sechs Kinder, das siebte ist schon angekündigt, tatsächlich von der Stange. Es war für den selbstständigen Schlachtermeister aus Wildeshausen der fünfte Anlauf. Und der reichte, um Gildekönig 2017 zu werden. 

 

 

 

Um Mitternacht stand dann auch der neue Schaffer der Wildeshauser Schützengilde im Rampenlicht. Um 22 Uhr hatten Andreas Müller die Wahlmänner aus den Kompanien zum Schaffer gewählt. Auch Müller ist selbstständig und führt die Wollscheune. Der 39-jährige gehört dem Pfingstclub „Männer im Bierrausch“ an, zeigte sich aber bei der Proklamation eher von der bedachteren Seite. Mit Frau Julia, die ebenfalls Nachwuchs erwartet, der die Familie mit einem zweiten Kinder beschenken wird, nahm Andreas Müller einen kräftigen Schluck aus dem Pokal, um sich dann auf der Empore am Historischen Rathaus gebührend feiern zu lassen.

 

 

Mit neuem Schaffer und neuem König kann die Gilde beruhigt auf das 615. Gildefest im kommenden Jahr blicken. Doch zuvor werden am Wochenende nach Pfingsten noch die Kinder ihren Gildekönig ermitteln. 


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