Golddorf Dötlingen auf Kurs Europa

Viele werden es kaum glauben, aber das Golddorf Dötlingen, im Januar 2011 noch als Bundessieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet, ist auf dem Weg, Deutschland auf europäischer Ebene zu vertreten. Die Nominierung dazu hält Dötlingens Bürgermeister Heino Pauka bereits in den Händen. Auchen Termin für den Besuch der Jury steht fest: Samstag, 14. Juli, nachmittags. Im jährlich ausgerichteten Wettbewerb „Entente Florale Europe“ spielt das Dorf Dötlingen und damit letztendlich auch die gleichnamige Gemeinde aus deutscher Sicht eine von zwei Hauptrollen. Die andere übernimmt die 30.000 Seelen-Stadt Guben an der Neiße.  Insgesamt zwölf Europaländer nehmen am „Entente Floral Europe“ teil.  Jedes Land darf ein Dorf und eine Stadt ins Rennen umjeweils  100 Punkte schicken. Wieder geht es um Gold, Silber und Bronze und wieder wollen die Dötlinger dazu auf Bewährtes, aber auch Neues und vor allem viel Erfahrung aus den zahlreichen Besuchen der Bewertungskommissionen setzen.

 

 

Mittlerweile ist die Schau der Dörfer und Städte und damit der Wettbewerb „Entente Florale Europe“ ähnlich strukturiert, wie der alle drei Jahre in Deutschland stattfindende Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.  Darauf konnte Dr. Lutz Wetzlar vor kurzem in einer Informationsrunde während seines Besuches im Rathaus der Gemeinde verweisen. Dr. Wetzlar kennt die Materie von der Pike auf. Er arbeitet bei „Entente Florale Europe“  als Generalsekretär, war Jury-Mitglied und organisierte in den Jahren zuvor den Dorfwettbewerb im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

 

 

 

 

Szene im Rathaus: Bürgermeister Heino Pauka (Mitte) begrüßt Dr. Lutz Wetzlar zusammen mit dem Ratsherr und dem Vorsitzenden des Bürger- und Heimatvereins, Eckehard Hautau.

 

 

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Im Rathaus machte Dr. Wetzlar deutlich, dass die Gewichtung im „Entente Florale Europe“ zwar immer noch zu über 50 Prozent auf das Grün im Ort entfalle, dieser Begriff aber inzwischen weiter geprägt sei, als nur auf eine umfassende Blumenpracht in schönen Gärten und einer gepflegten Gemeinde. Längst werden zusätzliche Schwerpunkte gelegt, wie die Zielformulierung hergibt:  Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität. Neben dem Grün werden Punkte für Sauberkeit, Tourismus, Flächenbelplanung, Grundwasserschutz, Getechnikfreie Zonen, Alternative Energien, Umweltauszeichnungen, Dörfliche Gemeinschaft, Demografischer Wandel und Partnerschaften zu anderen Ländern vergeben. Ein Korsett, dass den Dötlingern passen wird. Und es wird daran gearbeitet, für den Besuch der Jury den Ort so ansprechend wie möglich zu präsentieren.

 

 

Erwartet wird die Jury in der ersten Hälfte des Monats Juli. Der genaue Tag steht nocht nicht fest, wohl aber die Route, die die Bewertungskommission nehmen wird. Ein Bus wird von Tschechei in Richtung polnische Grenze zunächst in die Stadt Guben fahren und diese bewerten. Von dort führt der Weg nach Dötlingen und anschließend weiter in die Niederlande.  40 Tage ist die Bewertungskommission in ganz Europa unterwegs. Jeweils vier Stunden verbringen die Jury-Mitglieder in den Orten. Wer Edelmetall erhalten wird, dass wird in der zentralen Feier in Venlo in den Niederlanden zwischen dem 13. und 16. September 2012 bekannt gegeben. Ab 85 Punkten gibt es eine Goldmedaille, ab 75 Silber und ab 65 Bronze.

 

 

In nur vier Stunden entscheidet sich, ob die Jury Dötlingen als Goldmedaillen-Kandidaten sieht oder nicht. Und noch eines ist dabei wichtig. Hauptsprache an dem Besuchstag der Kommission ist Englisch. Alle Vorträge, Begrüßungen und Ausführungen werden in englischer Sprache abgehalten und letztendlich auch alle Gespräche zwischen Jury und Dorfvertretern.

 

 

Einen Vorgeschmack auf den europäischen Wettbewerb können die Dötlinger zusammen mit ihren niederländischen Freunden am Samstag, 3. März, während der zehnten Partnerschaftskohlfahrt zwischen Dötlingen und De Marne in den Niederlanden erleben. Dann wird der Vizepräsident des Landesverbandes Gartenbau Niedersachsen, Udo Aquistapace (Westerstede), zusammen mit dem Botschafter und zugleich Bürgermeister Westerstedes Klaus Groß und im Beisein von Dr. Lutz Wetzlar symbolisch die Europa-Flagge überreichen. Einen passenderen Rahmen dürfte es dafür wohl kaum geben. Daneben wird Dr. Wetzlar in Dötlingen einen Einführungsvortrag zum Wettbewerb „Entente Florale Europe“ halten.


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