Hagelschlag verletzt Wanderer im Wald

Johanniter-Fischteiche-II
Einen „Massenanfall von Verletzten“ (ManV) gab die Szenerie der Alarmübung für die Johanniter-Verbände aus Ahlhorn, Cloppenburg und Garrel vor. Unterstützt wurden die drei Ortsverbände durch die Johanniter-Rettungshundestaffel aus Osnabrück und einer DLRG-Gruppe aus Garrel. Übungsort waren die Fischteiche in Ahlhorn im Landkreis Oldenburg. 50 Einsatzkräfte mit zwölf Fahrzeugen waren vor Ort. Gerettet werden mussten zehn Verletzte.

 

Ein jähen Abbruch erfuhr  die Übung der Johanniter Unfallhilfe im Wald an den Ahlhorner Fischteichen als die Anfrage der Großleitstelle Oldenburg eintraf, ob die Johanniter  bei der Suche eines vermissten Pilzsammlers  in Hatten Feuerwehr und Polizei unterstützen könnten. „Natürlich haben wir sofort zugesagt“, erklärte Übungsleiter Martin Hilse, Regionalbereitschaftsführer der Johanniter in Weser-Ems und Rettungswacheleiter im Ortsverband Ahlhorn. Besonders gefragt waren die Suchhunde.

Johanniter-Fischteiche-III

 

Rund 43 Minuten dauerte es bis der Behandlungsplatz mit zwei Zelten bei den Fischteichen abgebaut worden war. Die Einsatzkräfte erhielten in der Dienststelle Ahlhorn frisches Material. Zum Einsatz kam es nicht mehr. Die Leitstelle konnte entwarnen, denn der 74-jährige Pilzsammler war inzwischen wohlbehalten in seiner Wohnung vorgefunden worden.

 

 

Bei der eigentlichen Übung ging es etwas ruhiger zu. Es stand nicht die Schnelligkeit im Vordergrund, sondern das Üben von Zusammenarbeit zwischen den Ortsverbänden und die Suche in fremden Terrain. Angenommen war als Szenerie ein Unwetter mit schwerem Hagelschlag, das zehn Wanderer im Wald überraschte, verletzte und versprengte. Für ein realistisches Szenario waren die Verletzten vom Team der Realistischen Unfalldarstellung der Johanniter aus Oldenburg entsprechend geschminkt worden.

Zur geheim gehaltenen Alarmübung rief die Leitstelle um 12.21 Uhr. Eine halbe Stunde nach Eintreffen der Rettungskräfte waren der Behandlungs- und Betreuungsplatz eingerichtet. Ausgesandte Suchketten durchkämmten den Wald. Ohne Ergebnis. Erst die Spürhunde der Rettungsstaffel aus Osnabrück fanden Verletzte. Kurios am Rande. Flächenspürhund „Cujo“ von Hundeführerin Saskia Saathoff war auf Anweisung unermüdlich in dem zugeteilten Gebiet unterwegs, doch Verletzte fand er nicht. Dafür aber eine Rotte Wildschweine, die in heller Aufregung davonstürmte.

Schließlich konnte aber mit dem Aufstöbern von Ernst Kroeck durch die Hovawart-Hündin namens „Cira“ der letzte von insgesamt zehn Vermissten gefunden werden.

 

 

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PK-Bericht in der Nordwest-Zeitung vom 14. Oktober 2013

 


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