Horror-Nacht: Hotel Gut Altona in Flammen

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Das Hotel Gut Altona ist ein Raub der Flammen geworden

 

Das bekannte Hotel und Ausflugslokal sowie Tagungsort Gut Altona in der Gemeinde Dötlingen ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein Opfer eines sich ausbreitenden Dachstuhlbrandes geworden. Über die Schadenshöhe machte die Polizei auch am Freitagmorgen noch keine Angaben. Spezialisten waren vor Ort und suchten nach der Ursache des verheerenden Feuers, dem das alte Hotelgebäude aus dem Jahr 1886 mit Saal, Tagungsräumen, historischer Wirtsstube und auch Wohnapartements zu Opfer fiel.

 

Insgesamt gestaltete sich nach Polizeiangaben die Lage unübersichtlich. Hinweise auf die Brandursache gab es deshalb noch keine.

 

 

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Am Morgen danach. Die Löscharbeiten dauern noch an. Spezialisten forschen nach der Brandursache.

Die erste Alarmierung erfolgte  für die Wehren aus Wildeshausen und Dötlingenum 00.51 Uhr .  Im Minutentakt wurden weitere Wehren nach Altona gerufen. Vor Ort waren neben den Feuerwehren Dötlingen, Brettorf und Neerstedt aus der Gemeinde Dötlingen und den Wehren aus Wildeshausen und Düngstrup auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Klein Henstedt, Prinzhöfte, Horstedt und Colnrade (Samtgemeinde Harpstedt), die Einsatzkräfte aus Großenkneten und Ahlhorn sowie die Drehleiter aus Ganderkesee, die neben dem Wildeshauser Drehleiterwagen zum Einsatz kam.
Insgesamt waren 260 Rettungskräfte vor Ort. Darunter 25 der  Schnellen Einsatzgruppe (SEG), ein Notarzt und Rettungswagen der Malteser. Neben den Orts- und dem Stadtbrandmeister waren die Gemeindebrandmeister sowie der Regierungs- und der Kreisbrandmeister vor Ort, um sich ein Bild zu machen.
Nach ersten Angaben der Polizei wurde ein zunächst vorgenommener Innenangriff schnell wieder abgebrochen, da die Rauchentwicklung zu stark war. Die Feuerwehren stellten auf einen Außenangriff u. a. über die Drehleiter um.

 

 

 

Im betroffenen Gebäude sollen sich nach Polizeiangaben keine Personen befunden haben. Aus den umliegenden Gästehäusern wurden 74 Hotelgäste vorsorglich evakuiert. Alle blieben unverletzt und konnten nach einer zwischenzeitlichen Unterbringung im Schießstand des Schützenvereins Altona gegen 3 Uhr wieder zurück in ihre Hotelzimmer. Einige Gäste reisten aber auch ab.

 

 

 

Das Inhaber-Ehepaar erklärte auf Nachfrage, dass sie auch erst durch die eintreffenden Einsatzfahrzeuge auf den Brand aufmerksam wurden. Sie mussten mit ansehen, wie ihr Hotelbetrieb ein Raub der Flammen wurde. Aber der Betrieb geht so weit wie möglich weiter. Wenngleich der Wintergärten und die Orangerie sowie die hinteren Appartements,  Saal und andere Räumlichkeiten nicht mehr genutzt werden können, wird das Konzert der A-Capelle-Formation „Die Profisorischen“ am heutigen Freitag und morgigen Samstag in der unversehrten Scheune neben der Wassermühle, wie geplant, stattfinden. Das ließ die Inhaber-Familie schon am Morgen verlauten.

 

 

Die Löscharbeiten dauerten bis zum Morgen an. Verbunden war damit auch eine Vollsperrung ab Kreuzung B 213 in Richtung Neerstedt.

 


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