Israel ehrt Künstler Otto Pankok posthum

junger-pankokOtto Pankok (6. Juni 1893 in Mülheim a.d.R – 20. Oktober 1966 in Wesel) ist einer der ehemaligen weit bekannten Maler in dem Künstlerdorf Dötlingen im Landkreis Oldenburg. Sein 120. Geburtstag wurde hier gerade mit einer vergleichenden Ausstellung mit Horst Janssen in der Galerie Dötlingen gefeiert. Da reiht sich eine Nachricht der Otto-Pankok-Stiftung gerade recht ein.  Im Namen Israels Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wird der Rheinländer zusammen mit seiner Frau Hulda und dem katholischen Pfarrer Joseph Emonds als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet. Pankok und dessen Ehefrau versteckten unter der Gefahr des eigenen Lebens 1944  ein jüdisches Künstlerehepaar vor der Gestapo. Pfarrer Emonds nahm die Verfolgten anschließend in seinem Haus auf in Euskirchen auf und rette sie so vor dem Holocaust. Vorgesehen ist die Ehrung in der israelischen Botschaft in Berlin noch in diesem Herbst.

 

Der Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ führte der israelische Staat 1948 nach der Gründung ein. Ausgesprochen wird er an Einzelpersonen, die unter der Nazi-Herrschaft während des Zweiten Weltkrieges ihr Leben riskierten, Juden vor der Ermordung zu bewahren. 1953 fasste die Knesset den Beschluss für das „Gesetz zum Gedenken an Märtyrer und Helden“. Die Gedenkstätte Yad Vashem erhielt den Auftrag,l eine Gedenkabteilung für die „Gerechten aus den Völkern“ einzurichten. Seit 1963 entscheidet eine öffentliche Kommission unter der Schirmherrschaft der Gedenkstätte Yad Vashem, den Kreis vorgeschlagener Personen zu prüfen und dann den Ehrentitel auszusprechen.

 

Auswahlkriterien sind eine konkrete und sicher bezeugte Rettungsaktion für Juden  oder Teilnahme an einer solchen, es muss nachweislich ein persönliches Risiko eingegangen worden sein und keine Gegenleistung verlangt worden sein. Ferner müssen die Personen nicht -jüdischer Abstammung sein.

 

Bislang sind auf diesem Wege knapp 25.000 Menschen ausgezeichnet worden. Darunter befinden sich 500 Deutsche. Die Auszeichnungen erfolgen auch posthum, wie im Fall des Ehepaars Pankok und des Pfarrers Emonds.

 

 


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