Haus für alle: Projekt III droht Dorf zu spalten

Wenn ein 95-Jähriger, der sein Leben lang in dem Huntedorf Dötlingen in gleichnamiger Gemeinde im Landkreis Oldenburg fast ausschließlich gelebt hat, den Einwohnern für die jahrzehntelange gute Aufnahme in ihrer Mitte etwas wieder zurückgeben möchte, dann sollte man meinen, dass dieses auf Gegenliebe stößt. Zumal dann, wenn derjenige die hohe Summe von 1,5 Mio. Euro aus seinem Vermögen stiften möchte. Das ohne eigene Namensnennung, ohne ein Denkmal, dafür aber mit einem Haus, dass das Dorfleben aller Altersgruppen auf vielfältigste Art und Weise  unterstützen soll.  Eben ein Haus für alle. Mitten im Dorf.

 

Und wenn es dann eine Dötlingen Stiftung gibt, die schon zwei erfolgreiche Projekte wie die Sanierung eines Doppelheuerhauses, hier gibt es heute eine Galerie und ein florierendes Ausflugslokal, und den  Neuaufbau einer alten Lehmkate des Dötlinger Malers Müller vom Siel als Ausstellungsort und Bleibe für Studenten und andere Kunsttreibende, dann darf man so ein Projekt in guten Händen wissen. Als einen Beitrag  für  Kompetenz, gute Kontakte und vor allem Herzblut für Dötlingen als Touristenort. Aber dabei sollen die Einwohner nicht auf der Strecke bleiben. Diese Lücke soll das Projekt III nun schließen. Das ist Wille des Spenders. 

 

 

 

Jetzt aber regt sich Widerstand bei den Einwohnern. Schon immer haben sich die Dötlinger als streitbar erwiesen. Das galt z. B. bei der Verhinderungen eines zu groß angelegten Seniorenheimprojektes, vorangetrieben durch die Gemeinde selber. Auch damals entstand eine Bürgerbewegung, die den Bau verhinderte. Das war auch gut so. Das mehrstöckige Objekt hätte sich in der Tat als Fremdkörper ausgenommen.

 

Nun aber geht es um ein Projekt für die Dorfbewohner, aber die wollen es anscheinend gar nicht haben, sehen es wieder als einen Fremdkörper. An die 400 Unterschriften wurden von der „Aktiven Bürgerbeteiligung Jetzt“ gesammelt. Auf Listen, die noch geprüft werden müssen. Viele Unterschriften kamen auf der Straße zustanden. Bei 1500 Dorfbewohnern und 6500 in der Gemeinde mitten im Naturpark Wildeshauser Geest eine  nicht wegzudiskutierende Anzahl.

 

Doch was für eine große Chance in dem Projekt III der Dötlingen Stiftung steckt, das hat auch das Dötlinger Orignal Elise Plietsch erkannt. Seit Jahren führt sie mit lauter und treffender Stimme als Gästeführerin durch den Ort. Macht Werbung für das schöne Dötlingen und kennt Land und Leute bestens. Und sie kann so gar nicht die Aufregung verstehen. Deshalb hat sie sich jetzt ein Filmteam an die Seite genommen, um einmal das Pro und Contra oder anders ausgedrückt, die Gedanken der Dötlingen Stiftung  und der  ABJ aufzuzeigen. Letzte scheuten zwar die Kamera und damit die Öffentlichkeit, Elise wollte aus Gleichbehandlungsgründen aber nicht auf die Stellungnahmen der Initiative verzichten und verlas die Forderungen der ABJ.

 

 

 

Das Ergebnis lässt sich nun in zwei Videos der Comedian und Dötlingerin im Netz anschauen. Pro und Contra: Ein Film für das Projekt III. Ein Film gegen das Vorhaben. Das ganze soll ein Beitrag sein, um auch Menschen eine Informationsquelle zu geben, die nur angesprochen auf der Straße von dem Projekt etwas wissen. Elise Plietsch alias Dette Zingler hofft, so etwas für die Aufklärung und für die Rückkehr in Gesprächsrunden rund um das Vorhaben zu tun. Der gespaltene Zustand in der Dorfbevölkerung ist für sie gänzlich unakzeptabel. „Wir müssen uns alle wieder in die Augen schauen können“, so Elise abschließend.

 

Hier Bericht auf NWZonline.de vom 6. September 2017

Hier Bericht des Weser-Kuriers online vom 6. September 2017

Hier Bericht der Nordwest-Zeitung Landkreis-Ausgabe vom 7. September 2017

Hier Bericht der Online-Zeitung Die Hunte vom 7. September 2017

Hier Bericht des Delmenhorster Kuriers vom 7. September 2017

Hier Bericht der Sonntagszeitung Landkreis Oldenburg vom 9. September 2017

Hier Bericht der Wildeshauser Zeitung/Kreiszeitung Syke vom 12. September 2017 


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