Landrat Harings Redner beim Schaffermahl

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Landrat Carsten Harings ist Ehrengast beim Schaffermahl 2015 der Wildeshauser Schützengilde und wird die Festansprache halten.

Die Tage sind gezählt für die nächste Schaffermahlzeit oberen Rathaussaal des Historischen Rathauses in Wildeshausen. Am Mittwoch, 18. März, um 17 Uhr lädt die Wildeshauser Schützengilde zum Heringsessen aus Veranlassung des Oberst und des Generals der Gilde ein. Ständige Teilnehmer an der Schaffermahlzeit sind der König, der Schaffer, die Offiziere der Gilde und die Ratsmitglieder des Rates der Stadt Wildeshausen. Festredner wird diesmal der neue Landrat des Landkreises Oldenburg sein. Carsten Harings wird mit einer launigen Rede auf „dit un dat“ verweisen, ob die Gildemitglieder wollen oder nicht.

 

 

Wie der Vorsitzende des Öffentlichkeitsausschusses Oberleutnant Manfred Wulf mitteilte,  gilt grundsätzlich, dass während der Schaffermahlzeit in Gesprächen das Verständnis für die Gilde und ihrer traditionellen Veranstaltungen geweckt und gefördert werden. Deshalb werden zu dieser Veranstaltung Vertreter der Behörden, Kirchen, Verwaltung, Politik und Wirtschaft sowie Repräsentanten des öffentlichen Lebens eingeladen. Auch jeweils zwei Mitglieder aus jeder Kompanie gehören als Wahlmänner der Schafferwahl zu den Gästen.

 

 

Hier weitere Ausführungen des Öffentlichkeitsausschusses: Die Schaffermahlzeit der Neuzeit (seit 1978) soll in keiner Weise das Bremer Schaffermahl kopieren. Das Wildeshauser Schaffermahl hat seine eigene Tradition und ist nachweislich älter als das Bremer Schaffermahl, welches von 1545 datiert ist. Die Wildeshauser Aufzeichnungen sagen uns, dass bereits 1492 für gemeinsame Mahlzeiten besondere Schaffer gewählt wurden. Auch hat der Schaffer in Bremen eine andere Bedeutung, gilt er doch hier im maritimen Bereich als Proviantmeister und „Herbei-Schaffer“ von Lebensmitteln vor Antritt einer längeren Schiffsreise. In Wildeshausen war der Ausdruck „Schaffer“ hingegen die spezielle Bezeichnung eines Würdenträgers der Gilde. Hatte er doch nach seiner erfolgten Wahl dafür Sorge zu tragen, dass im darauf folgenden Jahr wieder zu Pfingsten die Gilde in alter Tradition ihr Fest feiern konnte. Auch musste der Schaffer mit seinem Team das gesamte Fest ausrichten, es durchführen und vor allem anschließend abrechnen. Dazu gehörte auch die Totenlade, eine Sterbekasse, die Härtefälle für Hinterbliebene ausgleichen sollte. Unregelmäßig kam es in den letzten hunderten von Jahren immer wieder zur Abschaffung des Schaffermahls, auch z.B. weil die Kirche sich „über Ausschweifungen des Gildefestes“ beschwert hatte. Das ist lange her, im März 1978 wurde das Schaffermahl nach längerer Zeit wieder aufleben lassen. Im Jahr 1984 erfolgte die erste gemeinsame Schaffermahlzeit auf Einladung von Gilde und der Stadt. Heringsessen und Tabakskollegium wurden ein fester Bestandteil des Schaffermahls. „Das Schaffermahl ist eines der wesentlichsten Veranstaltungen im Terminplan der Wildeshauser Schützengilde“, so Manfred Wulf „und schafft eines gleichermaßen bei allen Gästen – nämlich die Vorfreude auf das bevorstehende Gildefest 2015 zu wecken“.

 

 

Die Schaffermahlzeit der Neuzeit wird nun als Dank an den Schaffer für seine geleistete Arbeit von der Schützengilde abgehalten. Die Fähnriche der Gilde unter der Leitung des ältesten Fähnrichs, in diesem Jahr Fähnrich Jörn Ahlers, richten die Schaffermahlzeit entsprechend aus. Sie sorgen für Dekoration, Essen und Trinken und richten den Rathaussaal entsprechend her. Dabei werden sie von Ihren Ehefrauen unterstützt. Der Schaffer des Vorjahres und jetziger Fähnrich der Wache Christian Harting nimmt auf einem Fass am Ende der Tafel Platz.

 

 

Ehrengast und Festredner in diesem Jahr ist der neue Landrat Carsten Harings, der die Position seines Vorgängers Frank Eger mit einer überwältigenden Anzahl von Stimmen im letzten Jahr übernommen hatte. Harings ist 55 Jahre alt, seit fast 30 Jahren verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn und lebt seit vielen Jahren in der Gemeinde Hatten. Einer Partei gehört er nicht an. Beim Landkreis Oldenburg ist er seit 33 Jahren tätig. Das Amt des ersten Kreisrates bekleidet er seit 2010 und damit auch die allgemeine Vertretung des Landrates. Zuvor war er unter anderem fast zehn Jahre als Kreiskämmerer tätig, kennt sich also nicht nur mit den Finanzen unseres Landkreises sehr gut aus.

 

 

Wie bereits in den letzten Jahren wird auch in diesem Jahr im historischen Rathaussaal der Stadt Wildeshausen während der Schaffermahlzeit nicht geraucht. “Nach wie vor ein großes Ärgernis“, so Manfred Wulf, das traditionelle Tabakskollegium wird auch in diesem Jahr erneut nur symbolisch stattfinden, dazu werden Tabak und Pfeifen lediglich ausgelegt“.

 


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