Notfallseelsorge jetzt als Pilotprojekt

Notfallseelsorge-Del-NFS-BaerDie Nachricht zu überbringen, das ein Mitglied der Familie durch einen Unfall, ein Verbrechen, einen Suizid-Fall oder den plötzliche Kindstod verstorben ist, dürfte eine der schwersten Aufgaben für Retter, Feuerwehr und Polizei sein. Situationen die schockieren, die Angehörige unvorbereitet treffen. Nachrichten, die urplötzlich den Alltag verändern. Fakten, die einen Menschen schnell aus der Bahn werfen können.

In einem Pilotprojekt „Notfallseelsorge (NFS) in Delmenhorst“ der Ev.-luth. Kirche Oldenburg teilen sich jetzt zwölf Pfarrerinnen und Pfarrer der Ev.-luth. Kirche in Delmenhorst rund um die Uhr diese Aufgaben in Kooperation mit Feuerwehr und Polizei.

Dahinter steht die Seelsorge, die nur in der häuslichen Umgebung und nicht am Unfall- oder Unglücksorts gegeben wird. „Das Pilotprojekt soll für andere Kommunen ein Vorbild sein“, ist sich Ulrike Fendler vom Oberkirchenrat in Oldenburg sicher. Zusammen mit den beiden Ansprechpartnern Pastorin Anne Frerichs und  Pastor Christian Richter (Ev.-freikirchliche Gemeinde) sowie  Pastorin Ulrike Fender sei das neue Konzept im vergangenen Dreivierteljahr erarbeitet worden.

 

 

Die Notfallseelsorge arbeitet konfessions- und religionsübergreifend. Im Fall eines Betroffenen muslimischer Herkunft erfolgt eine Informierung der Gemeinde, die dann selbst tätig wird.

Möglich wurde dieses Vorhaben durch eine Spende des Lions Clubs Delmenhorst in Höhe von 2 400 Euro. Der Betrag ist für die Anschaffung der notwendigen Funkmeldeempfänger für die Alarmierung durch die Großleitstelle Oldenburg verwendet worden. Ferner hat die Stadt Delmenhorst Einsatzwesten für die Seelsorger angeschafft. Außerdem bot die Ev.-luth. Kirche Oldenburg die Basis für den Aufbau und die Fortbildungstage.


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