Kunst und die Tiere – Otto Pankok und Horst Janssen

Pankok-120-J-Annette-BurgerPankok-120-J-Denizel-BirigitSie kannten einander nicht. Horst Janssen war auch kein Schüler Otto Pankoks und  dennoch haben beide Künstler viel gemeinsam. Am 25. Mai 2013 fand die Vernissage für eine Ausstellung ganz besonderer Art unter der Überschrift „Art verwandt“ statt. Über 60 Kunstfreunde hatten sich in der Galerie im Heuerhaus im Ort Dötlingen in gleichnamiger Gemeinde im Landkreis Oldenburg eingefunden. Sie alle wollten sich nicht nur ein Bild vom Schaffen des ehemaligen Dötlinger Kunstmalers Otto Pankok im Vergleich mit Horst Janssen machen, sondern auch die einführenden Worte zur Vernissage  und zu den verbindenden Momenten der beiden Maler hören.

 

Galeristin Sibylle Rob freute sich nicht nur über die außergewöhnliche Ausstellung mit den beiden „großartigen Tiermalern“, sondern auch über das große Echo, welches die Ausstellung zum 120. Geburtstags Pankoks schon im Vorfeld erhalten hatte. Mit einer Interpretation von Mussorgsky „Bilder einer Ausstellung“ gab Prof. Günter Berger der Vernissage den passenden musikalischen Rahmen.

Beiratsvorsitzender der Dötlingen Stiftung Harald Meyer würdigte die Anstrengungen von Thea Freiberg, Gerti Essing und Sibylle Rob, um eine derartige Ausstellung eröffnen zu können. Zudem begrüßte er Bürgermeister Heino Pauka, der sich selbst als Liebhaber von Werken der beiden Künstler bezeichnete.

Nicht nur Parallelen in der Motivwahl sondern auch die individuelle Entwicklung der Darstellung macht die Ausstellung zu einem Kunsterlebnis.  Kunstwissenschaftl

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erin und Kuratorin des Horst-Janssen Museum in Oldenburg, Birgit Denizel und Annette Bürger, die eigens aus dem Pankok-Museum in Hünxte angereist war, stellten die Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. Angedacht war im Vorfeld, dass Pankoks-Tochter Eva zur Ausstellungseröffnung nach Dötlingen kommen sollte, doch aus Krankheitsgründen konnte sie nicht anreisen.

Während Birgit Denizel darauf verwies, das Janssen einfach nur ganz Auge war und entsprechend die Tiermotive zeichnete, diese aber auf der Suche nach einem eigenen Stil oft wie weggeworfen, zerzaust oder morbide darstellte, und als Tiere u. a. Ratten, Mäuse und räudige Köter bevorzugte, zeigte Annette Burger Otto Pankok als Kunstmaler auf, der Mensch, Tier und Natur in der Abhängigkeit darstellte. Ob das gesunde oder geschundene Tier, den Menschen bei der Arbeit, aber auch deren Würde und Respekt, Pankok habe dieses in seine Arbeiten stets einfließen lassen. „Dabei hat er eher eine Haltung als einen Stil mit seinen Werken verbreitet“, so Annette Burger.

 

 

Nach der Eröffnung bestand Raum für Fragen und vor allem die vergleichende Besichtigung der Arbeiten beider Künstler. Bis zum 7. Juli ist die Ausstellung „ART verwandt“ in der Galerie zu sehen. Die Otto Pankok Ausstellung zum 120. Geburtstag des Künstlern im Horst Janssen Museum in Oldenburg „Von der Landschaft gezeichnet“ ist bereits beendet.

 

 

 

 

 

HÖREN SIE DIE GRUßWORTE UND REDEN IM PODCAST.

 

> Begrüßung durch Galeristin und Gastgeberin Sibylle Rob

 

>Prof. Günter Berger Bilder einer Ausstellung Otto Pankok – Horst Janssen

 

> Ansprache Beiratsvorsitzender der Dötlingen Stiftung Harald Meyer 

 

> Grußwort des Bürgermeisters der Gemeinde Dötlingen Heino Pauka

 

> Einführung in die Arbeiten Horst Janssens durch Birgit Denizel

 

> Einführung durch Annette Burger (Pankok-Museum in Hünxte)

 

 


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