Unwetter wütet in Hanstedt und Kreis Vechta

Uralte Eichen krachten in ein altes Gehöft in Hanstedt.

Ob es ein Tornado war oder ein so genannter Downburst, eine schwere Fallböe und damit ein eher seltenes Wetterphänomen, in Hanstedt an der Grenze zum Landkreis Oldenburg und Landkreis Vechta richtete das heftige Unwetter auf jeden Fall punktuell großen Schaden an. Nach Polzeiangaben zog um 19:10 Uhr das schwere Unwetter  mit Starkregen und Sturmböen durch den Nordkreis Vechta.  Betroffen waren vorrangig die Gemeinde Goldenstedt mit den Ortsteilen Ellenstedt und Einen sowie die Gemeinde Visbek mit den Ortsteilen Endel und Bonrechtern.

 

Wie die Polizei dazu weiter mittelte, beschädigten vor allem umstürzende Bäume Häuser, Ställe und auch Fahrzeuge. Aber auch auf den Ackerflächen wurden besonders Mais- und Rapsfelder zum Beispiel in Hanstedt dem Erdboden gleich gemacht. Nach Angaben der Polizei Cloppenburg/Vechta, kann der Sachschaden noch nicht beziffert werden, dürfte aber in die Millionen gehen. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.

Verwüstete Straßenabschnitte wie hier in Hanstedt mussten gereinigt werden.

So hatte auch eine in einem landwirtschaftlichen Gehöft lebende Frau Glück im Unglück. Als die alten Eichen dem Sturm nicht standhielten, krachten sie durch das Dach ins Wohnhaus. Aber auch hier blieb es neben dem großen Schrecken bei Sachschaden, wenn auch erheblich. Die Feuerwehren aus Wildeshausen, Düngstrup und Dötlingen waren vor allem hier unterstützend im Einsatz, um Bäume zu entfernen, die Straßen zu reinigen, eine zerstörte Freilandleitung von Bäume zu befreien und aufzuräumen.

 

Für Kreisbrandmeister, Andreas Tangemann, Landkreis Oldenburg, und den Ortsbrandmeister Hermann Cordes sowie den stellvertretenden Gemeindebrandmeister der Dötlinger Wehren Malte Grotelüschen gab es in der Einsatzleitung viel Arbeit bei der Koordination der Einsatzkräfte. Auch ein schwerer Kran der Firma Dachdecker Dekker aus Wildeshausen sowie die Drehleiter aus Wildeshausen waren auf dem Gehöft mit dem eingestürzten Dach vor Ort. Aber selbst der Kran konnte die uralten Eichen nicht einfach heben. 

 

Sämtliche Feuerwehren der Gemeinden Visbek u. Goldenstedt und auch der Stadt Vechta waren mit verfügbaren Kräften im Einsatz. Neben den Feuerwehren sicherten auch die Einsatzkräfte der Polizei und die Mitarbeiter der Straßenmeistereien die Ungückstellen auf den Straßen ab.

Mit Einbruch der Dunkelheit mussten die Räumarbeiten überwiegend eingestellt und verschiedene Straßen im o. a. Bereich gesperrt werden. Mit Tagesanbruch gingen am Samstag die Aufräum-Arbeiten weiter. Erst heute wird sich dann auch zeigen, welcher Schadenshöhe erreicht wird und welche Ausmaße an Schäden das Unwetter anrichtete.

 

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